Irgendwie hat es Bordeaux mit den Mehrlingen. Es gibt die berühmten Zwillingsjahre und die darauf folgenden grausamen Drillinge. Nach 1899/1900 und 1901-03 war es mit 1928/1928 und 1930-32 wieder soweit. Und trotzdem bin ich fündig geworden. La Gaffelière kam nicht nur in einer Burgunderflasche – was damals Ende der 20er/Anfang der 30er in Bordeaux keine Seltenheit war – er hatte auch die faszinierende Kaffee- und Mokkanase eines großen, alten Burgunders und dabei einer erstaunlich dichte Farbe. Am Gaumen sehr lebendig mit spannender Aromatik, dabei frisch wirkend und elegant, trotzdem aber kraftvoll und lang – 92/100.
Grausames Jahr auch in Burgund. Bisher nichts verkostet und auch kein Bedarf.
Dafür gab´s 2001 auf der großen Vega Sicilia-Probe mit dem 32er einen der wenigen Lichtblicke unter den alten Unicos: feine Süße, Kaffeetöne, etwas rostig, aber nicht oxidativ.