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1936
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Unbedeutender Jahrgang in Bordeaux. Bisher nicht verkostet. Trinkbare Weine lassen sich sicher mit etwas Glück noch finden, genießbare eher weniger. Und doch hatten wir 2008 Glück mit einem Gaffelère-Naudes. Stark bräunlich die erstaunlich dichte Farbe, in der Nase portig, malzig, Milchkaffee mit 7 Stücken Zucker, am Gaumen sogar noch reichlich Schokolade und erstaunliche Länge – 85/100
Spektakulär war 2006 in der großen Haut Brion Probe ein Haut Brion Blanc. Der hatte eine Farbe wie ein alter Cognac und war auch in der Aromatik nicht so weit davon entfernt. In der Nase kam mit der Zeit immer stärker Karamell, am Gaumen täuschte die immer noch knackige Säure Frische vor, Alterstöne Fehlanzeige. Ein absolutes Phänomen dieser Wein, der nur ganz zögerlich am Gaumen abbaute. Wahrscheinlich war das in den ersten 40 Jahren seines Lebens ein völlig untrinkbares Monstrum mit abartig hoher Säure. Wir konnten jetzt davon profitieren – 95/100.
Auch Burgund hat sich 1936 nicht mit Ruhm bekleckert. Trotzdem sind mir zwei immer noch recht gut trinkbare Weine begenet. Ein Beaune 1er Cru von Doudet-Naudin besaß 1996 eine grausame Nase, war aber am Gaumen würzig und schön. Ein Corton Clos du Roy vom gleichen Erzeuger wirkte seinerzeit mit seiner dichten Farbe, komplexem Bouquet, am Gaumen mit Dichte, Lakritz und Teer eher wie großer, junger Bordeaux. Zuletzt 2006 deutete nur die reifere Farbe mit Brauntönen auf einen älteren Wein hin. Himbeernase, am Gaumen sehr konzentriert, ginge auch als sehr guter, jüngerer deutscher Spätburgunder durch – 91/100. Schier unglaublich 2007 ein einfacher Bourgogne von Charles Vienot. Klares Rubinrot ohne Alterstöne, sehr fruchtige, minzige Nase, am Gaumen sehr elegant, aber auch mit Fülle, gestützt durch eine prägnante Säure, die ihn frisch hielt- 94/100.
Fehlanzeige in allen anderen, französischen Anbaugebieten.
Spanien kann in 1936 auch kaum weiterhelfen. Vom Vega Sicilia Unico auf der großen Vega-Probe 2001 war die erste Flasche grausam und untrinkbar, die 2. war von der Nase her ok, der Rest aber gezehrt. Nicht viel besser war im Herbst 2005 ein Clarete Fino der Bodegas Bilbainas, Kakao und massive Säure, wie eine Bitterschokolade mit Essigfüllung.
Fündig werden 36er aber in der Massandra-Collection. Ein Livadia Red Port hatte 1995 eine sehr helle, reife Farbe, komplexe, intensive Nase, mild, weich, sehr lang, einem parallel getrunkenen 47er Sandeman deutlich überlegen.
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1935 | 1937
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