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1993
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Kein schlechter Jahrgang war 1993 in Bordeaux, aber eben auch kein großer. Früh trinkbare Weine mit viel Charme und wenig Zukunft. Der größte Teil meiner Notizen stammt so auch aus der zweiten Hälfte der 90er, als die Weine viel unkomplizierten Trinkspaß bereiteten. Auf die Suche nach 93er Bordeaux würde ich mich heute nur noch in Ausnahmefällen begeben. Den größten Teil der Weine kann man inzwischen leider abhaken. Da ist dann z.B. Kalifornien viel spannender und zukunftsträchtiger.
Cos d´Estournel war in seiner Fruchtphase 1997/8 ein sehr feiner Wein, doch inzwischen ist der Lack ab. 2006 und 2007 war da nur noch wenig Frucht und zuviel sperriges Resttannin, nur die dichte Farbe kann noch überzeugen –87/100. Montrose war in der Fruchtphase ein sehr gelungener, zugänglicher Wein, doch zuletzt 2004 schien er schon wieder abzutauchen mit staubiger Nase – 87/100.
Batailley war 1997 an Bord von United ein kleines, rustikales Weinchen, das noch trinkbar sein müsste, sich aber wohl kaum verbessert hat – 85/100. Der kräftige, gut strukturierte, aber auch recht ungeneröse Latour ist mir seit 1998, wo ich ihn mehrfach mit 88/100 im Glas hatte, nicht mehr untergekommen. Ist sicher noch trinkbar, aber ebenso sicher keine Offenbarung. Erstaunlich schön war 2008 auf der großen Vertikale Lynch Bages mit einer faszinierenden Bittermandelnase, am Gaumen recht füllig und kräftig, in dieser Form ist da keine Eile geboten - 91/100. Gut 40mal habe ich den Mouton Rothschild in den letzten 14 Jahren mit allergrößtem Vergnügen aus praktisch allen Flaschenformaten getrunken. Und dann kamen plötzlich ab Herbst 2007 mehrere Flaschen auf den Tisch, die eher wie der 85er in der zweiten Phase seines Weinlebens schmeckten. Wiederum ganz plötzlich, praktisch ohne Vorwarnung. So z.B. 2007 an einem November-Wochenende. Blind bekamen wir den Mouton vorgesetzt. Klar, wir waren sofort bei einem Wein vom linken Ufer und landeten auch schnell in Pauillac. Die Nase war typisch und recht schön. Aber am Gaumen spielte sich gar nichts ab, der Mouton war kurz und wirkte fast etwas gezehrt. Von den bis zu 94/100, die ich da häufig im Glas hatte, blieben mit gutem Willen noch mal gerade 88/100 übrig. Der „Traumwein, den man jetzt schon mal ein bisschen probieren sollte“(O-Ton René Gabriel und fortlaufend so von diversen Auktionshäusern zitiert), ist wohl eher ein Traumwein, den man besser schon ausgetrunken haben sollte. So kam dieser Mouton auch zuletzt 2009 mit 91/100 ins Glas und baute dann immer weiter ab. Ziemlich dünn und eher enttäuschend schon in den 90ern der Second Vin de Mouton, der inzwischen sicher das Zeitliche gesegnet hat. Pichon Baron hatte ich in seiner Fruchtphase in den Neunzigern mehrfach mit 90/100 im Glas. Müsste aufgrund seiner recht kräftigen Statur noch trinkbar sein. Weniger kräftig, aber ein feiner Schmeichler war bis 2002 mehrfach mit konstant 88/100 die Pichon Comtesse.
Beychevelle war 1997 ein sehr gefälliger, braver Wein – 87/100. Ducru Beaucaillou hatte 2006 in der großen Ducruprobe eine klassische, leicht erdige Nase, war am Gaumen eher etwas säuerlich – 86/100. Gruaud Larose war 2009 auf der Gruaud-Vertikale ein gefälliger Simpel, etwas stumpf und langweilig, entwickelte sich aber auf niedrigem Niveau gut im Glas - 86/100. Leoville las Cases war 2010 grasig grün mit reichlich Paprika statt Frucht – 80/100.
Cantemerle habe ich nur einmal, 1998 auf einem Lufthansaflug, im Glas gehabt. Das war damals ein unkomplizierter, fruchtiger, aber doch ziemlich eindimensionaler Wein – 85/100. Eher leichtgewichtig 1999 ein Lanessan – 84/100.
Gut entwickelt hat sich Margaux. 2007 war das ein sehr feiner, eleganter Wein mit delikater, rotbeeriger Frucht und schöner Länge am Gaumen. Erinnerte im Stil an 1979 - 92/100. Zuletzt 2009 kam er sehr überzeugend ins Glas, baute dann aber rasch ab und fiel unter die 90/100. Palmer war zuletzt 2007 kein schlechter Wein, zeigte aber deutlich die Problematik dieses Jahrgangs. Wenn die feine Frucht verschwindet, bleibt ein massives Gerippe aus Tannin. So zeigte sich dieser Palmer durchaus ansprechend mit sehr viel Kraft und Länge, aber ohne die Eleganz und Finesse, die einen großen Margaux und Palmer auszeichnet - 87/100
Domaine de Chevalier war 2003 ein aromatischer, feiner Schmeichler – 89/100. Könnte ebenso immer ein preiswerter Genusstipp sein wie der zuletzt 2002 getrunkene, noch etwas kräftigere Haut Bailly – 90/100. Genial schön zu trinken war Haut Brion in der Fruchtphase, wo ich ihn gut zehnmal mit konstant 93/100 im Glas hatte. Zuletzt 2006 auf der großen Haut Brion Probe aus der Imperiale war er sehr jung und aromatisch, eher schlank und delikat wirkend, aber sicher derzeit nicht in der besten Phase - 88+/100. Hat durchaus noch Potential für etliche Jahre. Malartic Lagravière war 2007 im Wiin Kööv ein unkomplizierter Wein, eher auf der leichteren Seite mit feinem Schokoton. As der 1tel wahrscheinlich kein Genuss mehr, mit Magnum-Bonus immer noch - 84/100. La Mission hatte ich von 1996 bis 2006 gut 12mal mit konstant 90/100 als sehr feinen Wein im Glas. Zuletzt 2009 schwächelte er aber deutlich und scheint auf dem Abstieg – 87/100. Ziemlich schwach mit grünen Tanninen und vegetabilen Noten 1998 ein Olivier – 79/100.
Sehr gut gelungen ist der inzwischen vollreife, seit 1996 gut 20mal getrunkene Angelus, zuletzt 2006 Traumstoff mit druckvoller Aromatik – 93/100. Würde ich aber in den nächsten Jahren trinken. Cheval Blanc startete 2008 auf René Gabriels großer Cheval-Probe ziemlich verhalten, um dann plötzlich im Glas förmlich zu explodieren. Wurde exotisch-üppig, ziemlich süß, und hätte in dieser Form auch aus Spanien kommen können. Trank sich recht gut, hatte aber mit Cheval Blanc nicht viel zu tun – 88/100. Pavie Macquin zeigte 2007 in der Braui eine sehr gute Struktur, feiner Schmelz, gute Frucht, gutes Standvermögen, ein feiner Wein - 89/100. Sehr gut gefiel mir 1999 bei Pierre Gagnaire in Paris ein Tertre Rotebouf, der eine opulente, süße Frucht, aber auch eine gute Struktur zeigte – 92/100. Viel Geduld habe ich bei Troplong Mondot gebraucht. Der zeigte bis 2002 neben sehr dichter Farbe und Waldbeeren mit schwarzem Pfeffer vor allem sehr bissige Tannine. Ich habe ihn bis 2007 nicht mehr angerührt. Plötzlich waren da, auch 2008 wieder, pfeffrige, beerige Frucht, Röstaromen, Kaffee, Mokka, die Tannine weicher, schöne Länge am Gaumen – 92/100. Wie schön, dass die OHK noch halbvoll ist. Bei Valandraud irritierte schon 1996 bei aller Schokolade und Röstaromatik eine grasig-grüne Note am Gaumen. Zuletzt 2010 tiefe, junge Farbe, in der Nase viel Brett, leider nicht mehr das frühere, sensationelle, von jugendlicher Röstaromatik geprägte Bouquet, jetzt dominierten die etwas ruppigen Resttannine. Am Gaumen wirkte der Valandraud zwar kräftig und fleischig, aber auch etwas hohl, mit grasig-grünen Tönen, mit Paprika und Pepperoni. Die Nase wurde mit der Zeit etwas besser, der Gaumen blieb enttäuschend, wo ist der schokoladige Schmelz geblieben? Ein typischer 93er, der langsam austrocknet – 88/100. Der gefälligere Virginie gefiel mir 1998 fast besser – 89/100.
Sehr gut und mit viel generösem Schmelz trank sich 2000 der Clinet – 90/100. Mehrfach habe ich mich in 97, 98 und 2000 an l´Eglise Clinet versucht, der stets mit einer dichten Farbe lockte. Doch harsche, unreife Tannine überlagerten stets die verhaltene Frucht. Beim letzten Versuch kamen da noch gerade 84/100 ins Glas. L´Evangile war in seiner Fruchtphase ein sehr zugänglicher Schmeichler auf 90/100 Niveau. Danach ging es stetig bergab und zuletzt 2009 war der Spaß noch verhaltener mit zunehmend grünen und bitteren Tönen - 86/100. Hat seine Zukunft hinter sich. Lafleur wirkte 2010 reif und auf dem Punkt, ein offener, wunderschön zu trinkender Lafleur mit der typischen, kräuterigen Note, sehr zugänglich, aber ohne den Biß großer Lafleurs, dürfte sich auf diesem Niveau noch länger halten, aber nicht mehr zulegen - 92/100. Le Pin war 2010 sehr fein und fruchtig mit einer Yogurette-Himbeernase, am Gaumen recht schlank – 88/100. Immer noch und für etliche Jahre dürfte der mehrfach getrunkene Petrus interessant sein. Zuletzt 2008 in der großen Petrus-Probe der Ungers war er mit sehr dichter Farbe am Gaumen weich, zugänglich und mit betörender Aromatik - 94/100. Kaufen würde ich derzeit noch Trotanoy, den ich leider seit 1998(damals mehrfach sehr überzeugend mit guter Struktur, konstant 92/100) nicht mehr im Glas hatte. Vieux Chateau Certan war 2005 auf der großen Vieux-Probe bei Lafer auf der Stromburg ganz nett mit einer metallisch wirkenden Nase, florale Aromen, mehr Tannin als Frucht, da fehlt einfach das Gleichgewicht. Ist sicher langlebig, wird sich aber nicht mehr verbessern - 86/100
Gute trockene Weißweine gab es aus Bordeaux. Carbonnieux Blanc hat mir in der zweiten Hälfte der Neunziger mehrfach auf 90/100 Niveau gut gefallen, dürfte aber wohl mittlerweile zu alt sein. Ein feiner, dezenter Wein der leisen Töne war Fieuzal. Zwölfmal bis zur letzten, immer noch altersfreien Flasche 2002 konstant mit 90/100 getrunken. Sicher immer noch gut trinkbar ist der kräftige Haut Brion Blanc, den ich nur einmal, 1997, noch viel zu jung mit 90+/100 im Glas hatte. Ziemlich simpel und eindimensional 1998 ein Olivier Blanc – 81/100. Nie groß war Pavillon Blanc, hält sich aber auf bescheidenem Niveau. So hatte auf René Gabriels großer Margaux-Probe 2007 die erste Flasche wenig Frucht, dafür um so mehr leimige und faulige Töne, nicht mein Ding. Deutlich besser ein Glas aus der zweiten Flasche, frisch, fruchtig, vanillig, nicht sehr komplex - 86/100.
Den Sauternes hat es 1993 schlichtweg die Ernte verregnet. Da ist nicht viel Brauchbares dabei. D´Yquem war Weihnachten 2007 in Pontresina ein eher kleiner, aber sehr feiner d´Yquem von der etwas leichteren Sorte. Dafür perfekt balanciert, fast schwerelos schön, einfach ein Gedicht mit nicht zu starker Süße, harmonischer Säure, dezenter Bitternote und Bienenwachstönen - 93/100.
1993 gilt trotz eher schwieriger Witterungsbedingungen als sehr gutes Jahr für Rote Burgunder. Ansprechend und gefällig 1997 ein Clos Vougeot der Domaine Bertagna – 88/100. Extrem viel versprechend 2007 die kraftvolle, ausdrucksstarke Nase des La Tâche von DRC, der Gaumen dieses sehr gut strukturierten Burgunders kam da nicht ganz mit. Zu präsent noch die etwas sperrigen Tannine. Ein Langstreckenläufer, der noch für manche Überraschung gut ist - 92+/100. Nur einmal, 1997, habe ich den Clos de la Roche von Dujac getrunken. Der hatte eine faszinierende Nase, aber irritierend harte Tannine und viel Säure – 86/100. Ein Chambolle Musigny Les Fuées von Mugnier war 2009 völlig daneben mit kloakiger Nase.
Die Weißen Burgunder kamen in 1993 mit der Qualität der Roten nicht mit. Trotzdem gibt es hier einige, sehr gelungene und langlebige Weine. Ein Le Montrachet von Amiot-Bonfils war 1998 ein gewaltiges Konzentrat mit viel Potential, das nahch weiterer Lagerung schrie – 92+/100. Sehr frisch und mineralisch 1998 ein Corton Charlemagne von Bonneau du Matray – 90/100. Sehr angetan war ich 1999 von Meursault Clos de la Barre von Comte Lafon, der seinerzeit noch sehr jugendlich, dicht und kräftig war – 93/100. Auf hohem Niveau war er dem noch etwas dichteren, verschlosseneren Meursault Perrières des gleichen Erzeugers überlegen – 92/100. Beide Weine könnten aus guter Lagerung noch eine Suche wert sein. Ein Bienvenue Batard Montrachet von Leflaive war 2007 ein sehr kräftiger Wein, wirkte schon verdammt gezehrt mit oxidativen Noten und wenig verbliebener Frucht. Im Glas baute er etwas aus, es kamen Noten von Anis und Lakritz, das Oxidative verschwand etwas, die Strenge aber blieb - 89/100. Ein Bienvenue Batard Montrachet von Ramonet war 2007 ein sehr kräftiger, spannender, vielschichtiger Wein mit irrer Länge am Gaumen. Wirkte noch sehr jung mit viel Potential für etliche Jahre - 95/100. Der Le Montrachet von Ramonet hatte 2001 zwar eine sensationelle, explosive Nase, war aber am Gaumen zugenagelt und ging sogar im Glas wieder zu. 2006 war eine der beiden Flaschen oxidiert und praktisch untrinkbar. Die andere war ein rassiger, fruchtiger Wein, knackig frisch mit fast etwas zuviel Säure. Letztere könnte ihm aber durchaus ein längeres Leben bescheren - 93/100. Wohl in guten Flaschen ein Langstreckenläufer, ganz im Gegensatz zum Le Montrachet von Remoissonet, der 1997 zu kalifornisch fett und alkoholisch wirkte, und dem die Finesse völlig abging – 92/100. Für deutlich älter hatte ich 2001 in einer Probe den Le Montrachet von Baron Thénard gehalten, der nicht nur in der Farbe schon sehr reif war – 91/100.
Schwieriges Jahr an der Rhone. Nur einmal, 1997 auf dem Weinforum in Arosa habe ich den damals ziemlich nichtssagenden, säurebetonten Côte Rotie La Mordorée von Chapoutier getrunken 85/100. Könnte sich aber inzwischen wie viele kleinere Rhoneweine gemacht haben. Auf dem Punkt habe ich 1996/7 mehrfach La Mouline und La Turque von Guigal erwischt, die auf etwas niedrigerem Niveau und inzwischen ohne die grünen Töne des kleineren Jahres einen immensen Spaß machten, beide konstant – 92/100. Gehören sicher bald getrunken. La Landonne von Guigal. zeigte sich 2009 noch erstaunlich kräftig mit dunklen Früchten, schwarzen Oliven und viel Kräutern, natürlich mit der Landonne-typischen Rustikalität und dem etwas spröden Charme – 90/100.
Der Hermitage Blanc Chante-Alouette von Chapoutier kam 2008 gerade zögerlich ein erstes Stückweit aus dem Schneckenhaus heraus, in das sich weiße Rhoneweine wenige Jahre nach der Ernte für ein gutes Jahrzehnt verziehen. Die Nase teilten sich florale Noten und ein deutlicher Petrolton. Am Gaumen war der Wein mineralisch und staubtrocken mit viel Kraft, aber auch mit einer etwas monolithischen Rustikalität, baute enorm im Glas aus - 91/100.
Guter Jahrgang im Elsass. Ein Riesling Cuvée Frederic Emile von Trimbach hatte 1997 auf einem Trimbach-Dinner im Hummerstübchen eine reife, füllig wirkende Nase mit Apfel- und Zitronentönen, am Gaumen mineralisch, sehr kräftige Säure, erst am Anfang - 90/100. Ein Tokay Pinot Gris Reserve Personelle von Trimbach war auf diesem Event ein sehr schöner Grauburgunder mit schöner, dienender Restsüße, gut zu frech gewürzten Speisen - 86/100. Ein Tokaji-Pinot Gris Clos St. Urbain Rangen SGN von Zind Humbrecht hatte 2007 eine dunkle, aber brilliante Farbe wie Coca Cola und eine Viskosität wie Motoröl, wirkte aber kein bisschen klebrig. Ein großer Süßwein mit sehr reifer Säure, viel Karamell, dunklem Toffee und Crème Brulée. Irre lang am Gaumen, ein Weltklasse-Süßwein - 97/100
Immer noch recht bissig und ungenerös war 1998 ein Domaine de Trevallon – 87+/100.
Trotz schwierigen Wetters zu Beginn der Ernteperiode ein meist erfolgreicher Jahrgang für deutsche Weine, insbesondere im edelsüßen Bereich. Sehr gut hat mir mehrfach die Eitelsbacher Karthäuserhofberger Auslese #30 von Tyrell gefallen, die sich zuletzt 2002 sehr harmonisch und rund präsentierte – 92/100. Die Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Auslese Goldkapsel war 2010 aus der Magnum so taufrisch und jung. Saftig, traubig, sehr elegant, mit glockenklarer Frucht und feinem Cassiston, durch die gute Säure perfektes Süße-/Säurespiel, mineralisch, sehr harmonisch und mit gewaltiger Länge – 94/100. Ausgetrunken habe ich leider schon 1999 meine letzte von 6 Flaschen des Eitelsbacher Karthäuserhofberg Eisweins, einem einfach unwiderstehlichen Fruchtkonzentrat mit toller Säure – 95/100. Sicher immer noch ein Hochgenuss. Mit großer Begeisterung habe ich von 95 bis 97 auch die gesamte Palette der Brauneberger Juffer Sonnenuhr von Fritz Haag rauf und runter getrunken. Die waren jung einfach umwerfend gut, sollten aber zumindest von der Auslese an immer noch jede Suche wert s in. Zuletzt war 2009 aus der Magnum die Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese #10 bei aller Finesse, Leichtigkeit und Frische war dieser Wein für einen Haag erstaunlich fett und füllig mit deutlicher Boytritis – 90/100. Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese #12 dagegen wirkte 2009 immer noch frisch und filigran mit guter Säure, aber auch deutlicher Boytritis und Fülle – 93/100. Süßwein vom Allerfeinsten 2001 mit perfektem Süße-/Säure Spiel 2001 eine Trittenheimer Apotheke BA von Grans Fassian – 95/100. Der im Vergleich getrunkene Eiswein des Gutes war mir dagegen fast zu fett – 94/100. Der Oberemmeler Hütte Riesling Spätlese Versteigerungswein vom Weingut von Hövel gefiel mir sowohl in seiner rassigen, fruchtigen Jungweinphase sehr gut als auch zuletzt 2002 gereifter – 92/100. Viel zu früh habe ich meine 12 Flaschen Wehlener Sonnenuhr Spätlese von JJ Prüm 1997/8 ausgetrunken, der war einfach dekadent lecker. Dickflüssig kam 2006 auf der großen Prüm-Probe die Wehlener Sonnenuhr Goldkapsel Versteigerungsauslese ins Glas und weckte hohe Erwartungen, die ohne Kork sicherlich erfüllt worden wären. Die normale Wehlener Sonnenuhr Goldkapsel Auslese hatte 2009 eine intensive, mineralische Petrolnase, Honigtöne, deutliche Boytritis, feine Süße, am Gaumen komplex, füllig und lang – 93/100. Die Zeltinger Sonnenuhr Auslese hatte ich 2008 im Parkhotel Weggis um Klassen besser, als das, was mir da als wahrscheinlich misshandelte Flasche nur Wochen vorher bei Krautkrämer serviert worden war. Einfach ein traumhaft balanciertes, schwerelos-elegantes Elixier, sehr unaufdringlich mit feinem Süße-/Säurespiel – 93/100. Reif, breit, Boytritis-geprägt mit deutlicher Honignase und wenig Zukunft 1998 eine Brauneberger Juffer Auslese von Karp-Schreiber. Auch die säurearme Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese dieses Erzeugers schien wenig Zukunft zu haben. Eine Scharzhofberger Spätlese des Weingutes Reichsgraf von Kesselstatt wirkte 2009 schon eher halbtrocken mit frischer Ananas, knackiger Säure und guter Mineralität - 91/100. Ein Maximin Grünhäuser Herrenberg Eiswein hatte 1998 für einen Eiswein erheblich zuviel Boytritis, zuwenig Säure, da fehlt einfach das frische, ungestüme, das junge Eisweine sonst auszeichnet – 88/100. Ein Wahnsinnsteil mit irrer Konzentration und Länge, massiver Säure, aber auch Boytritis war 1997 ein Serriger Schloß Saarstein Riesling Eiswein Versteigerung - 98/100. Schon sehr gereift präsentierte sich 2008 in unserer Weihnachts Best Bottle die Graacher Domprobst BA von Willi Schäfer, die ich aus früheren Begegnungen deutlich frischer in Erinnerung hatte. Blind hatte ich auf einen deutlich älteren Wein getippt, wie ihn die kräftige, goldgelbe Farbe und die mit reichlich Petrol versehene, reife Nase auch andeuteten. Am Gaumen hatte diese BA viel Gewicht und Fülle, deutliche Süße, aber durch die stabile Säure auch ein schönes Süße-/Säurespiel - 94/100.
Immer noch recht jung wirkte 1999 eine Hochheimer Hölle Auslese trocken von Künstler, die sicher noch eine Suche wert ist. Selbst 2009 zeigte dieser gewaltige Wein erst nach einiger Zeit seine ganze Größe. Reife Säure, enorme Mineralität, feine Aprikose, nur ganz dezenter Petrolton, am Gaumen Kraft und Fülle, druckvolle Aromatik, aber mit bestechender Struktur und Präzision, hohe Mineralität auch im endlosen Abgang, deutliche Extraktsüße, ein sehr dichter, komplexer Wein, der erheblich jünger wirkt und sicher noch 10-15 Jahre vor sich hat – 95/100. Ebenfalls von Künstler hatte 2009 eine Hochheimer Stielweg Riesling Spätlese trocken eine helle, klare, junge Farbe, fruchtige Fülle, immer noch mit präsente Säure, dadurch noch so jugendlich wirkend mit herrlicher, aromatischer Fülle, insgesamt sehr harmonisch und ausgeglichen mit wunderbarer Länge am Gaumen – 95/100. Die letzte meiner 12 Flaschen Kiedricher Gräfenberg Spätlese von Robert Weil 2008 war genauso schön wie die erste 1995 mit recht üppiger, exotischer Frucht, schon eher Auslese als Spätlese, konstant 92/100. Sehr gut auch immer noch 2005 die letzte meiner 12 Flaschen der trockenen Spätlese dieses Weines, immer noch ohne Alter – 91/100.
Mehrfach, zuletzt 1999, eine sehr schöne Bacharacher Hahn Riesling Auslese Goldkapsel von Toni Jost mit reifer, exotischer Frucht und guter Säure – 91/100.
Sehr mineralisch mit deutlichem Bittermandelton 1999 eine Julius Echter Berg BA von Wirsching – 92/100.
Sehr gut gefiel mir 1999 bei Schorn der kräftige Spätburgunder SJ von Johner – 92/100.
Guter Jahrgang in Österreich. Ein Ried Steinertal Riesling Smaragd von Alzinger besaß 1993 die Petrolnase eines reifen Elsässer Riesling, wirkte erst sehr trocken und schlank, baute aber wunderschön im Glas aus und wurde fülliger, am Gaumen Zitrusaromen und eine feine Säure, die diesem grandiosen Wein noch ein längeres Leben garantiert - 93/100. Ein Grüner Veltliner Messwein Hans Denk von Bründlmayer war 2004 schon etwas über den Trinkhöhepunkt, aber immer noch gut zu trinken – 87/100. Ein Grüner Veltliner Kellerberg Smaragd von F.X. Pichler war 2009 2mal ein gewaltiger Wein war mit pfeffriger, druckvoller Aromatik, sehr komplex mit gewaltiger Fülle und mit noch genügend Potential für etliche Jahre - 94/100. Der Singerriedel Riesling Smaragd und der Honivogl Grüner Veltliner Smaragd von Hirtzberger haben mich schon 1995 auf dem Gut sehr überzeugt. Den Singerriedel habe ich danach noch mehrfach getrunken, zuletzt 2003 und 2004 aus zwei perfekten Magnums bei Jörg Müller – 95/100. Beide Weine dürften aus guter Lagerung immer noch ein Genuss sein. Spannend fand ich 1997/8 auch die häufig getrunkenen Smaragde von Knoll. Gerne hätte ich jetzt aber noch mal die seinerzeit häufig getrunkene Loibener Loibenberg Grüner Veltliner Auslese im Glas, die jetzt sicher harmonisch trocken wirkt und ein großer, komplexer Wein sein könnte. Ein Grüner Veltliner Eiswein von Nigl hatte 2006 eine wunderbare, würzige Honignase, wirkte aber am Gaumen eher langweilig, etwas brandig und eindimensional - 87/100. Warum so ein herrlich balancierter Süßwein wie der Ruster Ausbruch von Triebaumer 13.5 % Alkohol haben muss, war mir 1997 unerklärlich - 91/100.
Sehr ausgewogen und elegant 2001 ein Cabernet Sauvignon von Fischer, einer meiner ersten, österreichischen Rotweine überhaupt – 88/100.
In Ialien galt der Jahrgang sowohl für Piemont als auch für die Toskana als gut. Vigna l´Aparita vom Castello di Ama war 2003 auf Sylt ein kräftiger, etwas zugenagelter Wein mit immer noch viel Tannin - 89/100. Erstaunlich gefällig und weich 1997 der Sito Moresco von Gaja – 87/100. Ein Prelato di Massanera hatte 2000 eine intensive Tabaknase, Tabaknase, schöne Frucht und gute Säure – 90/100. Seit 1997 nicht mehr untergekommen ist mir der damals häufiger getrunkene Sassicaia, eine gefällige Variante, die mit den großen Sassis der Zeit vor 1991 nicht mit kam – 92/100. Auch Solaia konnte mich seinerzeit nicht überzeugen. Ein fruchtiger, feiner Wein, der heute sicher kaum noch Spaß macht, war häufiger 1997/8 ein Terrabianca Campaccio Riserva mit konstant 88/100. Nicht sonderlich begeistert hat mich 1996 in Rom der teure Gaja&Rey Chardonnay – 87/100.
Sehr uneinheitlich war der Jahrgang in Spanien L´Ermita von Alvaro Palacios hatte zuletzt 2005 immer noch eine dichte, junge Farbe, intensive Frucht, Cassis pur, Kirsche, sehr präsente Tannine, viel Säure, ein Langstreckenläufer gemacht für die nächsten 2 Jahrzehnte - 93/100
Guter Kalifornienjahrgang mit frischeren, fruchtigeren Weinen als in den Hammerjahren davor und danach. Dreimal hatte ich zwischen 1998 und 2003 den sehr gut gelungenen, klassischen Abreu Madrona mit konstant 95/100 im Glas. Beaulieu Cabernet Sauvignon Private Reserve George de Latour war 1997 nett, fruchtig und gefällig – 89/100. Der häufig aus diversen Flaschengrößen getrunkene Beringer Cabernet Sauvignon Private Reserve zeigte sich zuletzt 2008 trotz immer noch dichter, junger Farbe gut gereift mit viel Volumen und schöner Eukalyptusnote – 93/100. Da kommt der doch recht verhaltene, zuletzt 2003 getrunkene Beringer Chabot nicht mit – 90/100. Zuletzt 2001 habe ich den Beringer Cabernet Rhine House Selection getrunken, den ich mehrfach mit bis zu 94/100 im Glas hatte. Ein Buena Vista Cabernet Sauvignon Grand Reserve war 1997 zugänglich, fruchtig, aber auch etwas eindimensional und für den schnellen Verzehr – 88/100. Gut gefallen auf 90/100 Niveau hat mir in den 90ern stets Caymus, der sicher immer noch gut trinkbar ist. Deutlich feiner und harmonischer als die Hämmer der Jahre davor und danach 2009 ein Dalla Valle Cabernet, der immer noch recht jung wirkte – 93/100. Sehr bissige Tannine zeigte 1998 ein Forman Cabernet Sauvignon, der jetzt gut trinkbar sein müsste. Mehrfach habe ich zwischen 1998 und 2002 Harlan mit konstant 93-94/100 im Glas gehabt. Zuletzt 2007 in Weggis meine mit Abstand beste Flasche, inzwischen deutlich reifer, aber immer noch mit wunderbarer Frucht und schöner Süße, ein großer, balancierter Wein, der wieder einen idealen Spagat zwischen Alter und Neuer Welt hinbekam. Lang am Gaumen und mit Potential für viele Jahre - 97/100. Mit dem großen 91er kam der Heitz Trailside nie mit, trotz ähnlicher Machart, zuletzt 2003 Eukalytus, Minze und viel Kraft – 91/100. Der La Jota 12th Anniversary Cabernet Sauvignon, bis zur Jahrtausendwende ein Mörderteil mit süßer, üppiger Frucht auf 96/100 Niveau, danach für ein paar Jahre in der Versenkung verschwunden und nur wenig Genuss, ist inzwischen(2009) zivilisierter und harmonischer, trinkt sich wunderschön – 93/100. Sicher immer noch gut trinkbar dürfte Chateau Montelena sein, den ich zuletzt 1998 als jugendliches Fruchtkonzentrat mit massiven Tanninen im Glas hatte – 92/100. Newton Cabernet Sauvignon Unfiltered besaß zuletzt 2009 auf der American Beauty II zwar eine animierende, fruchtig-schmelzige Nase, am Gaumen fehlte aber die Konzentration, scheint langsam abzubauen - 85/100. Erstaunlich schön war 2000 ein Niebaum Coppola Rubicon – 90/100. Als glatt, gemacht und langweilig auf hohem Niveau empfand ich 1998 den seitdem nicht mehr getrunkenen Opus One - 88/100. Mehrfach, zuletzt 2003, konnte Phelps Insignia als cremig-fruchtiges Powerteil überzeugen – 95/100. Etwas schlanker als die Vorjahre mit puristisch schöner Frucht und straffen Tanninen ist Ridge Monte Bello geraten, den ich seit 1997 häufig mit konstant 90-91/100 im Glas hatte. Wirkte zuletzt 2006 immer noch sehr jung. Siebenmal hatte ich den Shafer Hillside Select zwischen 1998 und 2007 mit konstant 95/100 im Glas. Die letzte Flasche Weihnachten 2008 hatte noch Fülle, Süße, etwas Eukalyptus, auch Kraft am Gaumen und im Abgang, wirkte aber auf hohem Niveau schon etwas müde - 92/100. Ein Spottswoode zeigte 1997 Minze, Kräuter, dichte Farbe, im Abgang auch Bitterschokolade und zwar reichlich, klassischer Cabernet mit viel Charakter - 92/100. Ein Chateau St. Jean Sonoma County Reserve war 2000 auf dem Punkt – 88/100. Trinkreif müsste inzwischen der Orion Syrah Old Vines von Jean Thackrey sein, der 1996 noch pürpurmetallic mit massiven Tanninen den Gaumen betäubte. Während andere 93er Kalifornier bereits schwächeln, von Bordeaux ganz zu schweigen, dreht dieser tiefdunkle, hocharomatische Togni 2008 erst langsam auf. Pfeffrig-würzige Frucht, schwarze Johannisbeere, Holunderbeeren, Zedernholz, Minze, unglaublich lang am Gaumen. Ein perfekter Pauillac aus Kalifornien mit äußerst bescheidenen, sehr sympathischen 12,5% Alkohol - 95/100. Viader hatte 2007 in Weggis eine interessante Nase mit feiner Süße, auch am Gaumen süß und dabei so anmachend zugänglich, ein Showwein, aber auch durchschaubar, viel Banane, baute schön im Glas aus - 93/100
Durchaus noch trinkbar könnte der Grgich Chardonnay sein, den ich 1996/7 mehrfach als sehr jungen, konzentrierten Wein mit 90+/100 im Glas hatte. Immer noch spannend könnten die Kistler Chardonnays sein, die zur Reife eigentlich erliche Jahre brauchen. So fand ich einen McCrea 1996 in Chicago einfach nur overdone - von allem etwas zuviel, intensive Nase mit Butter, getoastetem Holz, nussig, am Gaumen schon fast aufdringlich intensiv, beachtliche Länge – 90?/100. Ein Vine Cliff Vineyard Russian River Valley wirkte 2002 immer noch sehr jung mit viel Finesse und etlichen Jahren Potential – 93/100. Ein Newton Chardonnay Unfiltered war zuletzt 2002 mit sattem Goldgelb voll auf dem Punkt – 91/100. Ein Don Miguel Vineyard Chardonnay von Marimar Torres war 2008 im Wiin Kööv zwar schon so langsam am Ende seiner Genußphase angelangt, was sich vor allem an leichten Alterstönen in der eher verhaltenen Nase zeigte. Am Gaumen war er aber noch voll da mit feinem, nussigem Schmelz und guter Säure - 91/100.
Ein Beaux Frères Pinot Noir von Parkers Schwager Michael Etzel hatte 2008 eine ziemlich reife Farbe, war aber noch sehr kräftig und nach Luft schreiend. Pflaumige Frucht, sogar Rumtopf, alkoholische Fülle, wirkte zunächst etwas ungelenk und die Frische fehlte. Mit der Zeit, d.h. innerhalb mehrerer Stunden in der Karaffe entwickelte er sich deutlich, wirkte nicht mehr so alkoholisch, dafür runder, nachhaltiger und sehr aromatisch - 91/100.
Eher ein kleineres Jahr in Australien. Lange hatte ich den E&E Black Pepper Shiraz nicht mehr im Glas. In der 2. Hälfte der Neunziger war das ein gutes Dutzend Mal mein Favorit mit meist konstant 95/100. Zuletzt dann 2001 fand ich diesen Wein nur noch marmeladig und strukturlos. Wein ändert sich halt, der Geschmack aber auch. Eher ein kleinerer Wein auf 88/100 Niveau in den Neunzigern mehrfach der Eileen Hardy Shiraz. Sehr viel feiner und eleganter ist über die Jahre der seit 1999 6mal getrunkene Henschke Mount Edelstone Shiraz geworden. Ging zuletzt 2010 in seiner würzig-pfeffrigen, aber auch rauchig-speckigen Art als gut gereifter Guigal durch - 94/100. Penfolds Bin 707 war reif, weich, kein Vergleich zu 92 und 94 - 90/100. Penfolds Grange hatte zuletzt 1999 auf der großen Grange-Probe der Ungers wieder eine wunderbare, fruchtig-üppige Nase, auch am Gaumen lecker-marmeladig mit schöner Frucht, im Abgang toll, wenn auch etwas schlank – 92/100.
Gut siebenmal habe ich bis 2003 den Providence Matanka mit konstant 95-96/100 im Glas gehabt, mit der der Winzer nicht weniger als eine Symbiose aus Petrus und Cheval Blanc schaffen wollte. Die letzte Flasche 2008 zeigte aber mit störender Säure, dass dieser so gelungene Höhenflieger sich rasch wieder dem Boden nähert – 89/100.
Ein Morgenhof Merlot Reserve aus Stellenbosch in Süafrika hatte 2006 eine dichte Farbe, fruchtig-schokoladige Nase, reife Brombeere, Pflaume, dabei sehr elegant und feingliedrig mit Bordeaux-Stlistik, ginge locker als großer Pomerol durch - 95/100.
Galt als kleines Champagnerjahr. Erste Reife zeigte Dom Perignon 2010 aus der Doppelmagnum, der sich wunderschön trank. Feines, etwas verhaltenes Mousseux, schöne Brotnase, frisches Brioche, sehr elegant und finessig mit cremiger Textur – 94/100. Die Cuvée Winston Churchill von Pol Roger war 2004 reich, cremig und mit toller Länge am Gaumen – 95/100.
Aber da wäre dann noch ein höchst erstaunlicher Sekt, 2007 bei Schorn getrunken, ein Meddersheimer Altenberg von Hexamer, absolut hochklassisch und immer noch mit taufrischer Aromatik – 90/100.
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1992
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