Mai 2006
Go West
1976 war sie die große Sensation, die Vergleichsprobe, in der Kaliforniens Weine großen Franzosen die Schau stahlen. 30 Jahre später hat Steven Spurrier, der umtriebige Weinhändler, Master of Wine und Journalist diese Probe mit den identischen Weinen wiederholt. Und dieses Mal fiel das Ergebnis noch deutlicher zugunsten Kaliforniens aus(mehr dazu auf der Decanter-Homepage). Klarer Sieger war übrigens diesmal 1971 Ridge Monte Bello, ein großer Wein, den ich zuletzt 2001 probieren durfte. Eindeutig zeigte diese Probe wieder das Alterungspotential der klassischen, bis Ende der 80er erzeugten, kalifornischen Weine. Ich hatte erst im Mai diesen Jahres die Chance, 1968 Ridge Monte Bello zu probieren. Ein ganz, ganz großer Wein, etwas verhalten zwar in der reifen, ledrigen Nase, aber am Gaumen ging dann die Post ab, ein komplexer Wein mit unglaublicher Länge und druckvoller Aromatik, der fast sprachlos machte, von der Stilistik her eher Pauillac als Kalifornien, sicher auf dem Höhepunkt, aber ich würde bei gut gelagerten Flaschen auch in den nächsten 5-10 Jahren noch bedenkenlos zugreifen - 97/100. Ort des Geschehens war das Winehouse in Los Angeles. Diese sensationelle Weinhandlung mit unglaublichem Sortiment verfügt nicht nur über eine sehenswerte Schatzkammer mit älteren Weinen, sondern seit kurzem im Obergeschoß auch über ein eigenes Restaurant. Wem die dortige, maßvoll kalkulierte und mit Raritäten gespickte Weinkarte nicht recht, der kann gegen einen kleinen Obolus auch beliebige Weine aus dem Store trinken. Genau das haben wir getan. Der Einstieg erfolgte mit einem 1987 Etude Cabernet Sauvignon. In der Nase reichlich Minze, altes Sattelleder, etwas Pferdestall, auch am Gaumen minzig, immer stärker kommt dann in der Nase und am Gaumen Eukalyptus, ein charakterstarker, spannender Kalifornier alter Schule, macht von Glas zu Glas immer mehr Spaß und wird nicht langweilig - 92/100. Danach kam ein 1984 Silver Oak Bonny´s Vineyard. Ein reifer Siver Oak vom Feinsten, immer noch gute Frucht, reife, süße Johannisbeere, das klassische Dill ohne Ende, sehr aromatisch, reif und weich, kaum noch Tannin, ganz feine Süße, wunderbare Länge - 94/100. Wir saßen inzwischen mit der sehr sympathischen, engagierten Inhaberfamilie zusammen. Die waren beim anschließenden 68er Monte Bello nicht nur genauso begeistert und sprachlos wie wir. Sie revanchierten sich auch noch mit einem 1964 Grands Echézeaux von Leroy. Das war ein großer Burgunder, so komplex, so süß, so finessig, getragen von kräftiger Säure mit beachtlichem Standvermögen - 94/100. Den Abschluss eines wunderschönen Abends bildete ein 1969 Banyuls Collection Dr. Parcé. Das war mal ein richtig großer Banyuls, süß und portig mit massig Schokolade, aber auch viel Finesse - 94/100.
Das Winehouse und sein Restaurant kann ich nur wärmsten empfehlen. So, wie es angesichts des hoch stehenden Euros derzeit wirklich nur heißen kann: Go West!
Gleich in der Nachbarschaft von Los Angeles liegt Santa Barbara mit dem Santa Ynez Valley als Weingebiet im Hinterland. Auch Kombinationen mit San Francisco und dem Napa Valley sind leicht möglich. Und wenn Sie Ihr Weg demnächst nach Los Angeles führt, dann hier gleich noch ein aktueller Tipp: das relativ neue Restaurant Sona mit superber Küche und gut 2000 Positionen starker Weinkarte, bei der kein Auge trocken bleibt.
Zurück zu den kalifornischen Weinen und ihrer Lagerfähigkeit. Die klassischen Kalifornier hatten selten mehr als 12-13% Alkohol und waren in ihrer Jugend oft unnahbar, so wie man es von den besseren Gegenstücken aus dem Bordelais kennt. Heute ist das leider anders. Die Weine sind seit den 90ern früher reif, üppiger, der Alkohol geht bis an die Schmerzgrenze und manchmal auch darüber. Mit der Haltbarkeit sieht es da nicht so gut aus. Viele der hochgelobten 94er sind schon kaputt. Keine Rose ohne Dornen. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Kellern tickende, kalifornische Zeitbomben liegen. Ich kann deshalb jedem Kalifornien-Freak nur dringend empfehlen, 1. nicht zuviel zu kaufen und 2. dringend sehr regelmäßig die Weine im eigenen Bestand zu verkosten. Nur so lassen sich große Enttäuschungen vermeiden
Doch sind die Alkohol- und Fruchtbomben neuerer Machart mit ihren hohen Parker-Ratings wohl im Trend. Kein Wunder, dass da so mancher Weinfreund mitten in der Nacht mit Klamotten an vor laufendem Fernseher aufwacht und nicht mehr weiß, wo er ist.
Natürlich gibt es immer noch wohltuende Ausnahmen wie Ridge Monte Bello oder Chateau Montelena. Auch tauchen gerade auf Auktionen noch immer gute Kalifornier aus den 80ern auf, für die sich meist niemand interessiert. So z.B. im Frühjahr 2006 bei Koppe der famose 1984 Clos du Bois Marlstone Vineyard, ein Riesenwein, den ich schon mehrfach, zuletzt im Mai 2006, auf 95/100 Niveau getrunken habe. Eins der Lots blieb liegen, das andere habe ich gekauft.
Ein neuer Pingus-Stil?
Und das sollte Pingus sein, der Wein, der jung förmlich aus dem Glas springt, pralles Leben und üppige, wenn auch etwas offensichtliche Lebenslust? Immer war Pingus direkt nach der Auslieferung, im dritten Jahr nach der Ernte, der offenere, geilere Wein. Der Flor dagegen brauchte noch 2-3 Jahre. An diesem Abend war alles anders. 2003 Flor de Pingus war voll da und machte unglaublich viel Spaß. 2003 Pingus war sehr konzentriert und wirkte verschlossen, ernster als früher, dichter, dunkle Früchte, im Gegensatz zu früher mehr Haut Brion als Valandraud. Natürlich war das vor uns ein großer Wein, aber kein Pingus wie bisher, vielleicht hält er dafür länger. An meine anderen Flaschen werde ich jetzt erst mal ein paar Jahre nicht rangehen. Dafür ist jetzt auch der Flor – der bisher beste auf 94/100 Niveau – einfach zu schön. Doch immer wieder ging die Nase in den Pingus, wurde probiert und gesucht. Klar, da war süße, konzentrierte Frucht, irre Dichte und Länge. Sicher ein großer, würziger, komplexer Wein, Erdbeere im Teermantel. Beim allerletzten Schluck waren wir versucht, 97/100 zu geben. Aber wir hatten etwas völlig anderes erwartet, die pralle, schiere 100-Punkte-Geilheit der jungen 95er und 2001er Pingus.
Peter Sissek hat unzweifelhaft seinen Stil geändert. Was am Ende dabei herauskommen wird, müssen die nächsten Jahre, vielleicht Jahrzehnte zeigen.
Große Weine aus kleinen Jahren in großen Flaschen
So eine Magnum, die hat schon was. Sieht gut aus, fühlt sich gut an und bringt perfekten Weingenuß. In der Regel reifen Weine in der Magnum einfach besser und bieten, zur richtigen Zeit getrunken, den Tick mehr, der einen Wein zum Erlebnis macht. So erst wieder kürzlich anlässlich eines feinen Menüs an einem herrlichen Frühsommerabend ausprobiert. Aus 1987 gibt es speziell in Bordeaux nicht viel Trinbares, mit einer wohltuenden Ausnahme: Mouton Rothschild. Davon konnte ich vor kurzem eine gut gelagerte Magnum erwerben. Die war an diesem Abend fällig. 1987 Mouton Rothschild wirkte erstaunlicherweise deutlich weiter als in der 1/1, reife Farbe mit viel Brauntönen, klassische Mouton-Nase mit Leder und Bleisift, schöne Länge am Gaumen, ein wunderbarer, perfekt gereifter Mouton - 93/100. Gekostet hat mich diese Magnum etwa die Hälfte dessen, was 2005 Mouton in der Subskription als 1/1 kosten wird. Halber Preis, doppelt soviel drin und heute(+ die nächsten 5-10 Jahre) mit viel Genuß trinkbar. Müssen wir eigentlich den 2005er Bordeaux Unsinn mitmachen? Noch eine Stufe drüber, ebenfalls aus der Magnum, 1971 Latour. Ein unglaublich dichter, immer noch sehr jung wirkender Wein mit praller Frucht, eher schon Latour-untypischer Opulenz, der typischen Bitternote, ein Klassewein aus einem zu Unrecht sehr unterschätzten Jahrgang - 94/100.
Vatertag & Co
Mit reichlich schnell wirkenden Getränken hat er ja wohl zu tun, der Vatertag. Da passt dann der 2003 Wehlener Klosterberg Weißburgunder Auslese*** von Molitor wie die Faust aufs Auge. 15% Alkohol hat dieses dicke, üppige Teil, das vor Holz und Vanille nur so triefte. Bei einer Blindprobe hätte ich mich nur gefragt, wie der Schieferton in diesen kalifornischen Chardonnay gekommen ist. Keine Ahnung, wem Markus Molitor mit diesem Brummer was auch immer beweisen musste, aber genau der Stil von Wein ist es, der Amerikaner immer häufiger zu Riesling und Grünem Veltliner greifen lässt – 82/100. Bei den „Vätern“ an Kampens Buhne 16 tat dieses Betäubungsmittel jedenfalls seine Wirkung. Besser gefiel mir da schon der 2001 Foxen Cabernet Sauvignon, ein üppiger Fruchtcocktail aus dem bei Santa Barbara gelegenen Santa Ynez Valley, der sich trotz praller Frucht eine erstaunliche Frische und Struktur bewahrt hatte – 89/100. Doch auch bei diesem Wein hielt ich mich zurück, denn für den Abend war Jörg Müller angesagt.
Dort starten wir, wie immer kulinarisch bestens verwöhnt, mit einem 2002 Deidesheimer Kalkofen Riesling Großes Gewächs von Bassermann-Jordan. Eine faszinierende Nase nach frisch gepresstem Orangensaft hatte dieser extraktreiche, saftige, sehr mineralische Riesling, dem die paar Jahre Reife sehr gut taten – 91/100. Immer noch sehr präsente, etwas austrocknende Tannine besaß 1985 Cos d´Estournel. Feine, rotbeerige Frucht, mehr Eleganz als Power, schlank, aber sehr lang am Gaumen. Ginge derzeit auch als Grand Puy Lacoste durch – 93/100. Als Einzelflasche entdeckten wir auf der Karte einen 1952 Pontet Canet in einer französischen Cruse-Abfüllung. Unsere Risikofreude wurde belohnt. Das, was ohne weiteres auch eine Weinleiche hätte sein können, entpuppte sich als Entdeckung und Bereicherung unseres Abends. Völlig intakte, brilliante Farbe mit wenig Alter, in der Nase frische Wiesenchampignons und Waldboden. Am Gaumen präsente, aber perfekt integrierte Säure, die diesen Wein nicht nur am Leben erhielt, sondern ihm sogar noch eine erstaunliche Frische verlieh – 90/100. Risikofreudig geworden stürzten wir uns auf eine weitere Einzelflasche aus der gigantischen Karte, einen 1964 Palmer. Der hatte zu Anfang eine sehr gewöhnungsbedürftige, metallische Nase, er roch wie frisch geputztes Silberbesteck. Die ziemlich helle Farbe mit deutlichem Wasserrand zeigte, das der Palmer schon verdammt gefährlich lebte. Im Glas bäumte er sich aber noch einmal auf, wurde milder, weicher und entwickelte eine sehr schöne Aromatik – 89/100. Kaufen würde ich so was aber nur noch in perfekt gelagerten Großflaschen.
Ein weiterer Abend führte uns in die sehr beliebte und stets ausgebuchte Kampener Vogelkoje. Hier starteten wir mit einem 2003 Malterer Bienenberg Weißburgunder 1. Gewächs von Huber. Der war rassig und füllig mit guter Säure – 90/100. Wie viele trockene 2003er, die zu Anfang doch eher enttäuschten, trinkt er sich jetzt recht schön. Leider konnte man das an diesem Abend von 1999 Troplong Mondot nicht sagen. Der wirkte relativ fruchtlos und uncharmant mit sperrigen Tanninen, die ihn am Gaumen austrocknend wirken ließen – 84/100. Habe ich schon deutlich besser getrunken. Auf ihn folgte ein 1987 Vega Sicilia Unico. Der war noch sehr frisch, mit pikanter Kirschfrucht und etwas spitzer, zitroniger Säure, die ihn noch etwas unfertig und unharmonisch erscheinen ließ – 91+/100. Da sind wohl noch ein paar Jahre Lagerung angesagt. Höhepunkt des Abends war neben Gerhard Diehms leckerer Küche ein Glas 1962 Nieport Colheita Port. Das war schon toller Stoff, Tabak ohne Ende gepaart mit feiner Süße, reif und voll da – 93/100.
Während es überall in Deutschland unendlich schüttete, wurde nur der äußerste Norden und vor allem Sylt an diesem verlängerten Vatertags-Wochenende von der Sintflut verschont. So konnten wir zu später Stunde auf einer Kampener Terasse noch einen 2001 Guado al Tasso probieren. Das war verdammt leckerer Stoff mit reifer Brombeere, würziger Kräuternote und seidigen Tanninen. Der beste Guado al Tasso seit langem, voll da mit hohem Spaßfaktor – 94/100.
Omnipräsent nicht nur auf Sylt sind durch seine Kooperation mit der Sansibar die Weine von Markus Schneider. Genau dort, in der Sansibar, trafen wir den Winzer, der nicht geschäftlich, sondern mit seiner charmanten Gattin Caro in Liebesdingen auf Sylt weilte. Er war auf Hochzeitsreise. Die Weine von Markus Schneider sind wie der Winzer selbst, herzerfrischend natürlich, fröhlich, sympathisch, unkompliziert und voller Lebensfreude. Sehr kräftig, extraktreich und eigentlich noch nach Lagerung schreiend der 2005 Riesling Terassen – 89/100. Sehr frisch mit einer an Sauvignon Blanc erinnernden, exotischen Aromatik der 2005 Chardonnay Felsenberg, kaum spürbares Holz, Finesse, exotische Frucht, gute Säure, ein toller Sommerwein – 89/100.
Wir nutzten die Runde, um noch weitere Weine zu probieren. Der 2004 Tatschler Chardonnay von Kollwentz aus dem österreichischen Burgenland war ein sehr vielschichtiger, gut strukturierter Chardonnay mit gut eingebundenem Holz, gelben Früchten, viel Quittte, der erst ganz am Anfang steht – 90+/100. Und dann kam endlich mal ein großer 2003er Bordeaux ins Glas, nur war es kein roter, sondern ein weißer. 2003 Smith-Haut-Lafitte Blanc hat all das, was den Roten Bordeaux aus 2003 fehlt, Struktur, Klasse, Spannung. Ein großer Wurf, der mit der sehr knackigen Säure derzeit noch sehr jung und fordernd wirkt. Braucht sicher noch ein paar Jahre und dürfte sehr gut altern – 92+/100. Nur eine Flasche hatte Michael Hamann vom 2003 Sine Qua Non Lil´E, von dem insgesamt nur 150 Kisten produziert wurden. Dass er uns dieses rare Teil angedeihen ließ, sei ihm hoch angerechnet. Nur ist das bei mir wohl Perlen vor die Säue. Klar, das war ein großer, mächtiger Wein. Der erste Eindruck war Kakao pur, fast etwas staubig, wurde in der Nase immer vielschichtiger, dann kam immer mehr Süße, auch am Gaumen, der Wein wirkte immer üppiger und breiter, dabei auch sehr alkoholisch, nur Struktur und Spannung fehlten – 92/100. Da gefiel mir der 2001 Tua Rita Redigaffi schon deutlich besser. Auch das ist mit gut 15% Alkohol kein filigranes Leichtgewicht. Aber dieser 100%ige Merlot ist einfach ein unglaublich vielschichtiger, spannender Wein, dessen Aromatik von Zotter stammen könnte, Brombeere mit Pfeffer in Bitterschokolade, perfekt balanciert mit guter Säure und toller Länge am Gaumen – 97/100. Dagegen wirkte der Sine Qua Non richtig plump. Bliebe noch anzumerken, dass ein als Abschluß getrunkener 2000 Montepeloso Gabbro mit Tua Rita voll mithalten konnte.
Faszinierende Rhone-Weine
Klar, ich bin bekennender Guigal-Fan, insbesondere der La-la´s (La Mouline, La Turque und La Landonne). Weine dieses hohen Niveaus zu mögen, ist eigentlich nicht schwierig, gäbe es da nicht drei große Probleme. 1. die Weine sind superrar 2. die Weine sind superteuer 3. bis zur Reife brauchen sie je nach Qualität des Jahrgangs 10 Jahre und deutlich mehr.
So bin ich auf die Idee gekommen, nach kleineren Jahrgängen Ausschau zu halten. Die sind eher reif, mangels hoher Parker-Bewertungen noch einigermaßen bezahlbar und 3. aus selbigem Grund auch leichter zu finden, sogar auf Restaurant-Karten.
Nach dem großartigen 1992 La Mouline bei Steinheuer in Bad Neuenahr(WeinMomente April) konnte ich natürlich auch dem wohlfeilen 1992 La Landonne auf der Karte des Berens am Kai in Düsseldorf nicht widerstehen. Das war ein faszinierender, reifer La Landonne aus kleinem Jahr, absolut reif und auf dem Punkt, verband in sehr harmonischer Weise die rustikale, kräftige Art des Landonne mit burgundischem Charme, ein toller Wein mit viel Tiefgang - 93/100. Nach dem La Landonne tranken wir noch den deutlich höher bewerteten 2001 Côte Rotie Rose Pourpre von Pierre Gaillard. Das war ein faszinierender Kontrast zum 92 Landonne, offener, moderner, fruchtiger und deutlich süßer, fast etwas konfitürig wirkend, hätte von Haribo sein können, fruchtig mit lakritziger Süße - 92/100.
Nicht widerstehen konnte ich dann, als meine „Ernte“ der letzten Koppe-Auktion eintraf. Für kleines Geld hatte ich dort einen 1985 Côte Rotie in einer englischen Berry Brothers Abfüllung erworben. Kein großer Wein, aber ein leckerer, sehr delikater Tropfen, präzise, mit feiner Frucht und relativ hoher Säure - 87/100
Recht günstig war auch ein 1993 La Turque gewesen, den angesichts magerer 87 Parker-Punkte bei Koppe außer mir kaum jemand haben wollte. Der war wunderbar gereift, ohne Ecken und Kanten mit schöner Aromatik. Die grünen Töne des schwierigen Jahres waren inzwischen völlig verschwunden. Da leerten sich die Gläser verdammt schnell – 92/100.
