1926

Die Jahre 21, 28 und 29 mögen berühmter sein, aber 26 ist das beste, ausgeglichenste Jahr der 20er Dekade in Bordeaux. Ein großes Weinjahr, das in Bordeaux selbst damals als sehr problematisch galt. Die Ernte war extrem klein und schwierig, die Preise abnorm hoch. Uns muss das heute nicht mehr interessieren. Die Weine hatten massive Tannine, aber auch entsprechend viel Frucht, so dass sie über lange Zeit perfekt ausreifen konnten. Von kaum einem der älteren Weinjahre habe ich aus jüngerer Zeit soviel ausgeglichene, gute Verkostungsnotizen. 26er tauchen immer noch auf Auktionen auf. Da sie Spätentwickler waren, blieben sie in vielen Kellern liegen.

1998 war auf einer Best Bottle Cos d´Estournel Bordeaux vom Allerfeinsten, immer noch schöne Frucht, feine Süße, traumhafte Eleganz, Riesenstoff, in dieser Form noch weit ins nächste Jahrtausend haltbar – 97/100. Nicht identifizieren ließ sich 2006 St. Estephe. Die Etikettenreste ließen nur erkennen, dass er dereinst von R&U für die Bremer Schaffermahlzeit abgefüllt worden war. Ein großer, kompletter, reifer Bordeaux mit faszinierender Nase, Waldboden, Wiesenchampignons, am Gaumen feine Süße und wunderbare Länge – 95/100. Montrose war 1996 sehr kräftig und noch sehr schön zu trinken – 90/100.

Lafite Rothschild stand 2008 in einer großen Probe in einer Vandermeulen-Abfüllung wie eine Eins im Glas, immer noch mit gutem Tannin- und Säuregerüst und dichter Farbe, Finesse und Eleganz pur, so delikat und pikant, ein großer, klassischer Lafite, wie er besser nicht geht. Ich habe noch nie einen besseren Lafite getrunken – 100/100. Zeigte sich 2012 als typischer 26er, ein Wein mit sehr dichter Farbe und gewaltiger Struktur und Kraft. Die deutlichen Tannine zeigten, das bei diesem durchaus sehr eleganten Wein noch etliches passieren kann. Bei einem 86 Jahre alten Wein von Potential und Zukunft zu sprechen mag sich seltsam anhören, aber hier ist es angebracht – 95+(!)/100. 2016 War das Lafite-pur, so elegant, so mineralisch und so stimmig – WT99. Nicht nur der Wein des Jahrgangs, sondern einer der größten Weine, die ich je getrunken habe, war 2007 ein Latour aus der Magnum. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl stellte sich schon beim ersten Schluck ein und steigerte sich von Glas zu Glas. Genauso hatte ich mir diesen legendären Wein in meinen kühnsten Träumen vorgestellt. Nicht nur in der Farbe noch etwas dichter als 1920, auch in der Latour-typischen Aromatik und der immer noch faszinierenden Frucht. Eine unglaubliche Kraft besaß dieser perfekt strukturierte Gigant, bei aller Kraft aber auch eine wunderbare Eleganz und Finesse. Ein Jahrhundertwein, den ich so schnell nicht vergessen werde – 100/100. Eine etwas reifere 1tel 2015 – WT95. Ohne Zweifel absolute Perfektion 2016 der Latour VDM. Einfach ein schlichtweg atemberaubender, perfekter, sehr mineralischer, druckvoller, enorm kraftvoller Latour mit großartiger Struktur und unendlicher Länge, noch so jung und präsent. Immer noch mit guter Frucht, erster, feiner Süße und der für Latour so typischen, leicht bitteren Walnuss-Aromatik – WT100. Etwas uncharmant, eckig, kräftig und reif wirkte 1996 die Pichon Comtesse – 87/100. Zuletzt 2010 Etwas diffus die Nase mit einer Mischung aus Menthol und Lacktönen, am Gaumen zunächst ruppig, kompakt und säurelastig, kein Comtesse-Charme in Sicht. Doch entwickelte sich diese Comtesse mit der Zeit enorm im Glas und wurde deutlich gefälliger – 88/100. Dürfte in guten Flaschen noch sehr langlebig sein. Pontet Canet in einer Cruse-Abfüllung hatte 2009 in immer noch eine sehr dichte Farbe und war von kräftiger Statur, aber leider Kork. Wäre sonst sicher immer noch ein großartiger Wein gewesen. Auf einer Probe während der Prowein 2002 war Tour Milon der Star des Abends, ein deutlich jünger eingeschätztes, großes Trinkvergnügen. Ähnlich 2006 die Zwillingsflasche, Feine Süße, Länge, Komplexität, baute sehr schön im Glas aus und ist wieder so ein fast unsterblicher 26er mit langer Zukunft – 92/100.

Klasse war 2006 Beychevelle, dichte Farbe, auch am Gaumen sehr dicht mit viel Kraft und Komplexität, gute Länge, ein großer Wein mit immer noch guter Zukunft – 94/100. Ducru Beaucaillou 1994 auf Rodenstock´s Arlbergprobe aus der Doppelmagnum aus der DM hatte eine dichte Farbe mit Braunrändern, fantastisches 5-Sterne Bouquet, war aber am Gaumen kurz, stumpf und mit deutlichem Überhandnehmen der Säure. Auch dieser Wein zeigte wieder eindrucksvoll, dass die Suche nach 26ern immer noch lohnt. Mehr versprochen hatte ich mir von Gruaud Larose, der in diesem Jahrgang eigentlich als großer Wein gilt, nur leider eben nicht in dieser Flasche. 2006 helle Farbe, fragil, säurelastig war der erste Eindruck. Im Glas entwickelte er sich, baute gut aus und wurde etwas schöner – 84/100. 2014 bei der ProWein Kick Off Bes Btlle dann gleich zweimal. Die erste mit dunkler Farbe leicht oxidiert, aber immer noch mit Kraft, entwickelte malzige Süßre – WT88. Bei der zweiten die Farbe sogar brilliant, deutlich jünger wirkend, präsenter, immer noch mit Frucht und viel Druck am Gaumen – WT92. Sehr gut trank sich 1996 ein Lagrange in einer belgischen Händlerabfüllung – 87/100. Langoa Barton hatte 2006 leider eine korkige Nase. Schade, am Gaumen war das ein feinfruchtiger und eleganter Wein, der ohne Korken sicher auf 89/100 Niveau noch viel Trinkspaß bereitet. Mit Kraft, Kraft und noch mal Kraft zeigte sich 2016 der mineralische Leoville las Cases, der eine enorme Substanz aufwies, aber auch etwas trocken und monolithisch wirkte – WT93.

La Lagune war 2006 ein feiner, leckerer, schlanker, fruchtiger Wein ohne Alter, sehr schön zu trinken mit guter Länge am Gaumen – WT91. 2014 ging er als deutlich jünger durch, noch so dicht, so kräftig - WT93. 2016 ein kerniger, rustikaler Kraftprotz mit einer großen Leder-Manufaktur in der ausdrucksstarken, animalischen Nase, kaum Alter am druckvollen Gaumen. Nur die erste, feine Süße zeigte, dass sich dieser Wein der Reife nähert – WT95.

Sehr schön 2013 die Nase des kernigen Brane Cantenac mit etwas Pferdestall, am Gaumen tolle Struktur mit deutlicher Säure, steht wie eine Eins im Glas – 91/100. Trotz schlechtem Füllstand war Margaux 1996 sehr elegant, finessig und noch voll da – 92/100.

Alte Carbonnieux sind im Gegensatz zu heute eine Bank, so auch der 26er. 1996 war der dicht und kräftig, auch in der Farbe, mit reichlich Brotgewürz – 90/100. Auf ähnlichem Niveau noch mal 1999. Haut Brion überzeugte schon 1996 in einer Raritätenprobe. Zuletzt 2006 auf René Gabriels großer Haut Brion Probe hatte er nicht nur eine Superfarbe, sondern auch die dazugehörige, irre konzentrierte Nase, auch am Gaumen ein Wahnsinnskonzentrat mit Schokosüße und guter, stützender Säure – 98/100. Zuletzt 2013 sehr dunkel und trüb dieFarbe , ältlich die Nase mit Balsamico, der Gaumen von Säure geprägt. Schien auf dem Jenseits und bäumte sich aber plötzlich noch mal auf, wurde zugänglicher und teeriger mit etwas Tabak – 85/100. Erstaunlich schön 1996 ein La Garde Martillac in einer Eschenauer-Abfüllung – 88/100. Auch 2016 mit etwas ruppigerem Charme und deutlicher Säure durchaus noch gut trinkbar – WT88.

Ausone konnte 1996 aus einer perfekten Flasche voll überzeugen, war aber 2006 aus einer Flasche mit schlechtem Füllstand schlicht und einfach hin. Sehr helle Farbe, Fehltöne ohne Ende, noch etwas Marzipan wie bei einem uralten Port, am Gaumen ging gar nichts mehr. 1993 bei Rodenstock eine maderisierte Beausejour Imperiale. Cheval Blanc war 1999 auf der Krähling-Probe aus der Magnum schon sehr weit mit helle, reife Farbe, wunderbarer Kaffeeton in der Nase, am Gaumen feine Süße, perfekter alter Wein. 2008 dann in einer Vandermeulen-Abfüllung, ein dekadent prachtvoller, fülliger Wein mit herrlicher Süße, üppig zwar, aber dabei auch elegant, nahm den gesamten Gaumen in Beschlag, reif. Würde er nicht mit der Zeit ganz dezent schwächeln, hätte ich diesem Riesen die volle Punktzahl geben müssen. So waren es immerhin noch 98/100. Zuletzt noch mal 2010 aus einer eher grenzwertigen Flasche unter low shoulder, aber die Nase immer noch spannend mit balsamischen Noten, aber auch noch deutlichen Fruchtresten, sehr pikant, am Gaumen, dem wiederum Säure eine gewisse Frische verlieh, blitzte immer mehr das Feine, Elegante eines großen Cheval Blanc auf. Diesen Wein musste man nicht krampfhaft schönreden, der entwickelte sich ungemein und machte großen Spaß, von der Aromatik her war das ein deutlich reiferer 53er – 95/100. Ein Cheval Blanc VDM startete 2016 erst leicht morbide mit ersten, oxidativen Noten, legte dann aber im Glas eine furiose Aufholjagd hin. Wurde immer offner, süßer, auch leicht portig mit dieser unvergleichlichen, geradezu dekadenten Opulenz großer, reifer Cheval Blanc, dazu mit dem unvergleichlichen Charme und der Eleganz von Cheval Blanc. Da gingen meine Bewertungen immer höher, bis bei WT98 mein Glas leer war. 2007 dann ein Clos St. Martin, below low shoulder. Konnte so etwas überhaupt noch trinkbar sein? Dunkelbraun, leicht trüb, kam da eine etwas medizinal wirkende Flüssigkeit ins Glas, die aber am Gaumen spontan mit einer nussig wirkenden Süße überraschte. Erstaunlich, wie sich der Clos St. Martin im Glas entwickelte. Die Nase wurde immer schöner und zeigte auch eine feine Süße. Am Gaumen waren da sogar noch deutliche Tanninreste. Das, was da vor 80 Jahren ein Händler namens F. Paillassou aus Bordeaux-Bastide abgefüllt hatte, entwickelte sich zu einem wunderbaren, reifen alten Bordeaux – 92/100. Figeac aus einer R&U Abfüllung für die Bremer Schaffermahlzeit hatte 2011 eine voll intakte Farbe mit leichten Brauntönen. Ein erstaunlich kräftiger Wein, nussig und kräuterig in der faszinierenden Nase, intensiv und komplex am Gaumen, portig und mit schöner Süße und langem Abgang – 95/100. Sehr schön auch Gaffelière-Naudes, bis Ende der50er nicht der Cheval Blanc für Arme, sondern für Schlaue. Dichte Farbe, sehr fein und elegant mit dieser subtilen, intensiven Aromatik, die den berühmteren St. Emilion-Kollegen so auszeichnet. Schöner Gaumenfluss und Schmelz, dabei sehr nachhaltig und lang – 93/100. Wirkte zuletzt 2014 immer noch so jung mit enormer Kraft und Länge und teeriger Mineralität – WT94. Spannend 2006 auch Pavie. Irre dicht und immer noch fast jung wirkende Farbe, sensationelle Nase mit Gewürzen ohne Ende, am Gaumen durch die immer noch präsenten Tannine etwas austrocknend mit unbändiger Kraft. Braucht der vielleicht noch ein paar Jahrzehnte? – 93+(?)/100.

1996 war Clos Renon in einer R&U Abfüllung für die Bremer Eiswette ein irrer Stoff mit viel Druck, malziger Süße und Länge. 2003 dann die Zwillingsflasche, eine Superteil mit dichter, junger Farbe, etwas Mokka, 50 Jahre jünger wirkend, unglaublich – 94/100. Die dritte Flasche 2006 leider daneben, Flüchtige Säure ohne Ende, Klebstoff, da war wohl eine ganze Tube Uhu drin, am Gaumen dazu reichlich Essig, aber einer feineren Sorte, denn trotz aller Nebentöne war dieser Wein immer noch gut trinkbar – 84/100. Eine L´Eglise Clinet Magnum 1995 in Hamburg zeigte eine sensationelle Farbe, in der Nase Mottenpulver, am Gaumen Kraft, viel Säure, war aber leicht fehlerhaft. 1993 auf Walter Eigensatz Petrus-Probe hatte der Petrus aus einer "ehrlichen" Magnum immer noch eine dichte Farbe, die nur am Rand Alter zeigt, baute allerdings im Glas mit der Zeit ab.

Gut war das Jahr auch bei den edelsüßen Bordeaux. Mir ist noch ein St. Amand aus Preignac, getrunken 1994, in guter Erinnerung. kräftige, güldene Farbe, spürbares Alter, aber auch Crême Brulée, immer noch ein Genuss. Im November 2004 dann ein Rayne Vigneau. Kräftiges Dunkelbraun wie ein gutes Altbier, eckig, irgendwie passen da die Einzelteile nicht richtig zusammen, Kaffeetöne, metallisch, viel Säure. Ich hatte ihn schon mit 84/100 abgestraft, da probierte ich ihn noch mal zusammen mit einem herzhaften Stück Pecorino. Und das war eine tolle Kombination, locker 88/100 wert, was einen wieder daran erinnert, dass Wein eigentlich als Begleiter guten Essens gedacht ist. Den gleichen Wein tranken wir dann in einer belgischen Händlerabfüllung. In der war er trotz klarer, güldener Farbe deutlich schlechter mit durchgehendem Bitterton, Schärfe am Gaumen und in der Nase, unsauber, pilzig, Jod. Da half dann auch kein Pecorino mehr – 78/100.

Einige sehr gute Weine wurden auch in Burgund erzeugt.

Sehr fein und elegant, überhaupt nicht alt wirkend, mit verschwenderischer Süße 2016 ein Nuits St. Georges in einer Händlerabfüllung von Maurice Bailly – WT95. Schwierig 2014 ein Nuits St. Georges von Léon Grivelet-Cusset, helle, bräunliche Farbe, oxidative Noten, deutliche Schärfe – WT81. Ein Clos Vougeot von Lalignant Chameroi hatte 2009 noch eine sehr dichte Farbe hatte, in der Nase neben etwas Trüffel vor allem Steinpilze ohne Ende. Auch am Gaumen wiederum reichlich Steinpilze, wobei hierzu eine etwas dominierende Säure kam - 94/100. Ein Corton von Vandermeulen hatte 2006 eine speckige Nase, Fülle, Kraft, rustikale Eleganz, aber auch feine Süße. Ein Powerwein, mit dem man auch eingefleischte Bordeauxtrinker für Burgund gewinnen kann – 94/100. War 2014 2mal ein sehr charmanter Kraftbolzen mit gewaltiger Länge, der wie eine Eins im Glas stand, in der Farbe immer noch ein brilliantes Rot, dazu so eine erstaunliche Frische, sehr mineralisch, sehr fein und elegant, baute enorm im Glas aus – WT96. Nur noch Essig und von rein historischem Interesse war 2007 ein Vosne Romanée von Pierre Ponelle. Korkig war 2008 leider ein Clos Fleurie Grand Vin. Jammerschade, die dichte Farbe war vielversprechend, und alte Lagenweine aus Beaujolais können durchaus eine Offenbarung sein. Nicht trinkbar 2010 ein Beaune Grèves in einer Händlerabfüllung, von dem es aber bessere Flaschen geben soll. Ein namenloser Clos Vougeot hatte 2010 eine erstaunlich brilliante Farbe, pikante Frucht, Walderdbeeren, Himbeeren, auch am Gaumen pikant mit feiner Süße und schöner Fülle, noch geradezu jung wirkend und vibrierend, ein großer Burgunder klassischer, alter Schule – 95/100. An einem Nuits St. Georges Vandermeulen nagte 2012 auf extrem hohem Niveau leicht der Zahn der Zeit. Reife, leicht trübe Farbe, süße, verführerische Nase, auch am Gaumen süß, weich und mit viel betörendem Schmelz, einfach saugut zu trinken. Analog zur Edelfirne kam mir hier spontan der Begriff Edelreife in den Sinn, denn die hatte dieser immer noch großartige Wein – 97/100. Ein Pommard Cuvée la Pierre du Roy von Louis Violland war 2012 ein sehr feiner, hoch eleganter, sehr stimmiger Wein mit herrlicher, schmelziger Süße, legt sich wie Seide auf den Gaumen und bleibt lange haften – 98/100.

Insgesamt ein gutes Jahr für die Rhone.

Ein Hermitage von Audibert Delas riss mich 1996 nicht vom Hocker, dunkles Braun, die massive Säure hielt ihn am Leben.

Schlichtweg sensationell 2013 ein Chateauneuf-du-Pape von Paul Etienne, noch so irre jung, fruchtig und druckvoll mit kräftiger Säure, locker für 80 Jahre weniger durchgehend – 97/100. Eine weitere Flasche 2013 etwas weiter, mit erstaunlich dichter Farbe und mit geiler Nase noch voll im Saft, dazu reichlich Kaffee, Mokka und eine gute Säure – 94/100. Keine Farbe mehr hatte 2007 ein Chateauneuf-du-Pape von L. Sayn. Die war ausgefällt und lag quasi als Depot auf dem Flaschenboden. Wir öffneten ihn trotzdem. Überraschenderweise war das zu Anfang noch ein wunderbarer Wein mit würziger Süße, am Gaumen deutlich besser als in der doch deutlich gezehrten Nase. Nach 15 Minuten war aber Schicht im Glas und der Wein zerfiel ganz rasch. Die zweite Flasche 2008 mit niedrigerer Füllhöhe war einfach nur bittere Medizin. Ein Chateauneuf-du-Pape der Caves Nuitonnes à Nuits-Sait-Georges war 2010 noch so jung, so voll im Saft. Besaß immer noch gute Frucht, wobei er am Gaumen deutlich überzeugender als in der etwas verhaltenen Nase war, sehr kraftvoll und würzig, ein großer, zeitloser Chateauneuf – 96/100.

Im Elsass soll es sich mit einer sehr kleinen, aber hochwertigen Ernte um eins der besten Jahre des letzten Jahrhunderts gehandelt haben. Da müsste sich eigentlich noch etwas Edelsüßes finden lassen.

Trinken würde ich gerne mal einen gut erhaltenen 26er Champagner. Der Jahrgang galt hier als groß.

Kleine Ernte bei Portweinen, kein Vintage-Port.