2018

Ein sehr guter Jahrgang war 2018 in Deutschland dort, wo tief wurzelnde Reben genügend Wasser vorfanden. Die Weine sind offen, sehr ansprechend mit saftiger Frucht. Was nicht heißt, dass sie kein Alterungspotential haben. Der von einigen Winzern als Vergleich herangezogene 59er galt damals als ein Wein, der zügig getrunken gehört und sich heute immer noch so frisch zeigt.

Der Dhroner Hofberg von Steinmetz zeigte sich 2019 zugänglich mit sehr guter Frucht, aber auch viel Biss – WT93+.

Erstaunlich offen und geschmeidig zeigte sich 2019 der Nonnenberg von Breuer – WT93+. Kerniger, mineralischer, straffer 2019 der Berg Rottland von Breuer – WT94+.

Der von der Fels von Keller war 2019 ein genialer, frischer und im allerbesten Sinne fröhlicher Wein mit betörender Frucht, rassiger Säure und guter Mineralität. Dürfte gut altern und zulegen – WT92+. Erstaunlich straff mit knackiger Säure war 2019 der sehr mineralische Niersteiner von Keller – WT94.

Der Riesling Bone Dry derer von Buhl war 2019 in der Reha wirklich trocken mit knackiger Steinobst-Frucht und sehr guter Säure, ohne bei aller erstaunlicher Spritzigkeit mit dezenter, rustikaler Fülle seine Pfälzer Herkunft zu verbergen - WT88.

Der frische, fruchtige Bramito Chardonnay, der kleine (und deutlich preiswertere) Bruder des Cervaro della Sala, konnte 2019 mit dezenten Röstnoten und einem Hauch Vanille überzeugen - WT89.

Frisch mit Stachelbeere und einem Hauch Minze 2019 in der Reha mehrfach der Gamlitz Sauvignon Blanc vom Sattlerhof – WT89.

Sehr elegant mit feiner Würze 2019 der Viognier von Lynx aus Franshoek.